Primeo Energie nutzt in Allschwil Erde als Wärmespeicher

29.10.2020

Im Bachgrabengebiet entsteht auf Allschwiler Boden die Technologiedrehscheibe «BaseLink». Primeo Energie versorgt das gesamte Areal mit Strom, Wärme und Kälte. Dies ausschliesslich mit erneuerbaren Energien und ganz im Sinne der Allschwiler Energiestrategie.

Das Bachgrabenquartier in Allschwil entwickelt sich zu einem Unternehmensstandort der Superlative. Auf dem rund 75 000 Quadratmeter grossen Areal des Bürgerspitals Basels entsteht eine internationale Drehscheibe für zukunftsweisende Technologien und Dienstleistungen. Auf 16 Baufeldern wächst ein ganzheitliches Life-Science-Ökosystem heran, wo geforscht, entwickelt, gelehrt und produziert wird. Die hochwertige und nachhaltige Entwicklung des Areals bildet dabei eine wichtige Grundlage des Erschliessungskonzepts. Bereits im Bau befinden sich diverse Vorhaben wie etwa das Gebäude für das Swiss Tropical and Public Health Institute (Swiss TPH) der Universität Basel, ein Hotel, der Innovationspark Grid und zwei Parkhäuser.

Minimaler Energieverlust dank fortschrittlicher Technologie
Die Strom-, Wärme- und Kälteversorgung des gesamten bebauten Areals wird durch Primeo Energie sichergestellt und markiert einen weiteren Meilenstein in der langjährigen Zusammenarbeit mit der Gemeinde Allschwil. Mehrere Mittelspannungstransformatoren, verteilt auf dem Areal, wandeln den Strom möglichst nahe beim Verbraucher um. Dadurch kann der Energieverlust kleingehalten werden. Zwei unterirdische Energiezentralen übernehmen die gesamte Wärme- und Kälteversorgung. Die Wärmeenergie wird zu einem grossen Teil aus Erdsonden gewonnen, mit Wärmepumpen auf ein höheres Temperaturniveau gebracht und mit Verbundleitungen über das ganze Areal verteilt. Über 95 Prozent des Wärme- und Kältebedarfs können demnach mit erneuerbarer Energie produziert werden.

Erdsonden für die Klimatisierung im Sommer und im Winter
Auf dem BaseLink-Areal wurden bereits rund 85 Prozent der 225 Erdsonden realisiert. Sie reichen in eine Tiefe von durchschnittlich 280 Meter. Der Rest der Bohrungen erfolgt 2021. Ein Grossteil der Wärmesonden und deren Verteiler liegen unter dem Parkhaus. Das System der Erdwärmesonden funktioniert wie eine thermische Batterie und kann in beide Richtungen betrieben werden: Im Winter wird die Erdwärme für Heizzwecke genutzt, im Sommer wird die Abwärme der Kälteaggregate wieder zurückgeleitet und bewirkt so eine Regeneration der Speicherkapazität des Erdreichs: «Als führende Energieversorgerin realisieren wir hinsichtlich Klimaschutz, Energiewende und optimaler Kundenorientierung innovative, effiziente Lösungen für die Bereitstellung von Wärme aus erneuerbarer Energie», sagt Michael Schneider, Geschäftsführer Primeo Wärme AG.

Start der südwestlichen Energiezentrale im Frühjahr 2021
Im Herbst 2019 wurden die ersten Arbeiten an der südwestlichen Energiezentrale aufgenommen. Bis im Herbst 2020 werden die Rohrleitungstrassen für den Wärmeverbund verlegt. Bereits erfolgt sind ebenfalls der Einbau der Transformatoren für die Stromversorgung und die Montage der drei jeweils rund 15 Tonnen schweren Wärmepumpen/Kältemaschinen. Im Frühjahr 2021 wird die südwestliche Energiezentrale in Betrieb genommen.

Weiteres Puzzlestück in der nachhaltigen Allschwiler Energiestrategie
Mit dem BaseLink-Areal macht Allschwil einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einer Vorzeigegemeinde und einem regionalen Leuchtturm der dezentralen und erneuerbaren Wärmeversorgung: «Die zukunftsgewandte Art der Energieversorgung von Primeo Energie auf dem BaseLink-Areal passt wunderbar zur Innovationskraft der sich dort ansiedelnden Firmen und Institute und ist aus Sicht unserer Gemeinde sowohl nötig als auch konsequent», sagt Gemeindepräsidentin Nicole Nüssli-Kaiser über die energetische Erschliessung des Gebiets.

Erfolgreiche Zusammenarbeit seit bald drei Jahrzehnten

Seit rund 30 Jahren ist Primeo Energie in Allschwil in der Wärmeversorgung tätig und betreibt mittlerweile ein Dutzend Wärmezentralen, darunter die Wärmeverbunde Bettenacker, Gartenhof und Ziegeleiareal. Parallel zum Projekt BaseLink entsteht beim Schulhaus Neuallschwil eine neue Wärmezentrale auf Basis Holzschnitzel für den bestehenden Quartierwärmeverbund. Damit setzen die Gemeinde Allschwil und Primeo Energie deutliche Zeichen für eine erneuerbare, klimaschonende und nachhaltige dezentrale Wärmeversorgung.

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