06.10.2026
Wenn im Herbst die Obstbäume reichlich tragen und Kürbis, Zucchetti und Äpfel in Hülle und Fülle verfügbar sind, beginnt die Zeit des Haltbarmachens. Einkochen, Dörren, Fermentieren oder Einfrieren – was früher selbstverständlich zum Haushalt gehörte, erlebt heute ein Revival. Und das aus gutem Grund: Wer Lebensmittel haltbar macht, kann Food Waste vermeiden, Ressourcen schonen und den Geschmack der Saison über den Herbst hinaus bewahren.
Saisonales Gemüse lässt sich haltbar machen – so bleibt die Ernte länger nutzbar und wertvolle Lebensmittel werden vor dem Verderben bewahrt.
Einmachen hat dabei längst nichts mehr mit verstaubten Vorratskammern zu tun. Aus reifen Tomaten wird Sauce, aus Äpfeln werden Dörrringe, Gemüse wird eingelegt oder fermentiert und Beeren landen im Tiefkühler. So lässt sich eine reiche Ernte nutzen, bevor sie verdirbt. Und wer selbst haltbar macht, weiss genau, was später im Glas oder auf dem Teller landet.
Auch aus Umweltsicht lohnt sich das Haltbarmachen. Für den Anbau und die Ernte von Obst und Gemüse werden Ressourcen wie Boden, Wasser, Energie und Arbeit benötigt. Wird eine reife Ernte nicht genutzt und verdirbt, gehen diese Ressourcen mit verloren. Die Umweltbelastung entsteht dabei zu einem grossen Teil bereits beim Anbau und bei der Produktion. Die zusätzliche Energie für das Haltbarmachen fällt im Vergleich dazu meist weniger stark ins Gewicht. Besonders sinnvoll ist es deshalb, überschüssiges oder bereits geerntetes Obst und Gemüse zu verarbeiten, das sonst nicht rechtzeitig gegessen werden könnte.
Haltbarmachen verlängert zudem die Saison: Eingekochte Tomaten, gedörrte Äpfel oder eingefrorener Kürbis bringen regionale Zutaten auch im Winter auf den Teller. Dafür braucht es keinen eigenen Garten. Auf Wochenmärkten, in Hofläden oder direkt bei regionalen Produzentinnen und Produzenten findet sich auch im Herbst eine grosse Auswahl an saisonalem Obst und Gemüse. Gerade überschüssige oder besonders reife Ware eignet sich gut zum Haltbarmachen.
Auch in Allschwil gibt es verschiedene Möglichkeiten, saisonale Produkte direkt aus der Region zu beziehen: Der Lindenplatz-Märt findet jeweils am Freitagvormittag von 8.30 bis 12 Uhr statt und bietet regionale und saisonale Produkte. Verschiedene Landwirtschaftsbetriebe verkaufen Obst und Gemüse direkt ab Hof, darunter der Paradieshof und der Wydehof. Auf dem Feld der Familie Vogt, in der Nähe des Restaurants Spitzwald, können zudem Kürbisse selbst geerntet werden.
Ob eingemacht, getrocknet, fermentiert oder tiefgekühlt: Wer den Herbst ins Glas oder ins Vorratsfach bringt, macht aus saisonaler Fülle einen Vorrat für später – und schenkt guten Lebensmitteln ein längeres Leben.
Gemeindeverwaltung Allschwil
Bereich Bau – Raumplanung – Umwelt
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