Gemeinde Allschwil

So wird Ihr Garten igelfreundlich

17.06.2026

Der Igel ist Tier des Jahres 2026 – und ein stiller Gradmesser für unsere Umwelt. Wo er lebt, stimmt oft auch das ökologische Gleichgewicht. Doch genau dieses Gleichgewicht gerät zunehmend aus der Balance. So schaffen wir wieder Lebensraum für die sympathischen Stacheltiere!

Ein Rascheln im Gebüsch, ein leises Schnauben in der Dämmerung – und plötzlich ist er da. Der Igel gehört zu den bekanntesten Wildtieren der Schweiz. Wer an lauen Sommerabenden gerne im Grünen sitzt, kann ihn schon mal unterwegs beobachten. Auf Futtersuche legt er mehrere Kilometer pro Nacht zurück. Auf seinem Speiseplan stehen Käfer, Larven und Würmer – also genau das, was Gärten reichlich bieten. Oder eben nicht mehr.

Der Igel hat es zunehmend schwer. Aufgeräumte Gärten, monotone Rasenflächen und der Einsatz von Pestiziden nehmen ihm Nahrung und Verstecke. Auch Maschinen wie Motorsensen oder Mähroboter können zur Gefahr werden. Der Rückgang der Insekten trifft ihn besonders hart. Seine bis zu 8000 Stacheln schützen den Igel zwar vor Feinden, helfen aber nicht gegen Hitze, Trockenheit oder Futtermangel.

Gerade jetzt im Sommer wird Wasser zur Schlüsselressource. Eine flache Schale mit frischem Wasser kann dann überlebenswichtig sein. Ebenso entscheidend sind vielfältige Gartenstrukturen: Laub- und Asthaufen, heimische Sträucher, Stauden und Blumenrasen und -wiesen. Sie schaffen Nahrung, Unterschlupf und ein ausgeglicheneres Mikroklima. Auch weniger Chemie wirkt Wunder: Wer auf Pestizide und Kunstdünger verzichtet, fördert die Insektenvielfalt und damit die Lebensgrundlage des Igels. Davon profitieren nicht nur die Stacheltiere. Ein naturnaher Garten wird schnell zum Lebensraum für viele Arten. Wo es summt, krabbelt und wächst, fühlen sich auch Vögel, Amphibien und Wildbienen wohl – und wir Menschen übrigens auch.

Die gute Nachricht: Es braucht keine grossen Veränderungen. Schon kleine, «wilde» Ecken machen einen Unterschied. Oder anders gesagt - ein bisschen weniger Perfektion tut der Natur erstaunlich gut.

Die Gemeinde Allschwil setzt sich dafür ein, naturnahe Lebensräume im Siedlungsgebiet zu fördern und die Artenvielfalt zu stärken. Der Naturgarten im Bettenacker oder die extensive Wiese mit Wildhecken auf dem Trämli-Spielplatz zeigen, wie wertvoll strukturreiche Grünflächen für Tiere und Pflanzen sein können. Weitere Beispiele sowie spannende Informationen zu ökologischen Aufwertungen auf dem Gemeindegebiet finden Sie auf der Internetseite von «Allschwils Natur auf der Spur» (https://www.allschwil.ch/de/aktuelles/natur-auf-der-spur/uebersicht.php).

Wer seinen eigenen Garten oder Balkon tierfreundlicher gestalten möchte, findet zahlreiche praktische Tipps, Anleitungen und Mitmachaktionen auf www.aufleben-natur.ch. Jede Wasserstelle, jede Wildblumenfläche und jede geschützte Ecke zählen. Denn viele kleine Beiträge ergeben zusammen ein grosses Netzwerk an Lebensräumen – und helfen mit, dass der Igel auch künftig in unseren Gärten zuhause bleibt.

Bereich BRU
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Igel

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