17.06.2026
Damit aus Grüngut hochwertiger Kompost entstehen kann, müssen Garten- und Küchenabfälle möglichst frei von Fremdstoffen gesammelt werden. Besonders problematisch sind Kunststoffverpackungen und andere Abfälle, da sie sich in der Aufbereitung nicht vollständig entfernen lassen. Werden bei Kontrollen der Bioabfuhr Fremdstoffe festgestellt, kann dies dazu führen, dass die betroffenen Biocontainer nicht geleert werden.
Wir alle trennen unseren Abfall sorgfältig. Doch gerade bei Grünabfällen gelangen immer wieder Fremdstoffe in die Bioabfuhr. Oft sind es Kunststoffverpackungen oder Plastiksäcke, die zusammen mit verdorbenen Lebensmitteln entsorgt werden. Was praktisch erscheint, hat Folgen für die Verwertung des Grünguts.
Fremdstoffe haften an den feuchten Grünabfällen und können auch durch aufwändige Aufbereitungsverfahren nicht immer vollständig entfernt werden. Insbesondere Kunststoffe werden zerkleinert und gelangen als kleine Partikel in den Kompost. Über diesen Weg können sie schliesslich auf Garten- und Ackerböden gelangen.
Das Bundesamt für Umwelt schätzt, dass jährlich über 800 Tonnen Kunststoffe infolge von verschmutztem Grüngut in Schweizer Böden eingetragen werden. Da sich Kunststoffe nur sehr langsam abbauen, können sie Bodenlebewesen belasten und langfristig die Bodenqualität beeinträchtigen.
Fremdstoffe führen zu stehen gelassenen Biocontainer
Bei der Bioabfuhr werden stichprobenweise Kontrollen durchgeführt. Enthält ein Container Fremdstoffe wie Kunststoffverpackungen oder andere Abfälle, die nicht ins Grüngut gehören, wird er nicht geleert. Wer sein Grüngut sauber trennt, trägt nicht nur zu einer hochwertigen Verwertung bei, sondern vermeidet auch unnötige Umtriebe.
Gesunde Böden sind die Grundlage für den Anbau unserer Nahrungsmittel. Deshalb ist es wichtig, Grünabfälle möglichst frei von Fremdstoffen zu entsorgen. Kunststoffverpackungen gehören in den Kehricht oder in die separate Kunststoffsammlung – nicht ins Grüngut.
Wer Küchenabfälle in Säcken sammelt, sollte ausschliesslich kompostierbare Säcke mit dem bekannten weissen Gitteraufdruck verwenden. In den Verwertungsanlagen ist eine zuverlässige Unterscheidung zwischen kompostierbaren und herkömmlichen Plastiksäcken oft nicht mehr möglich.
Darum gilt: Organische Küchenabfälle dürfen ausschliesslich in kompostierbaren Säcken mit weissem Gitteraufdruck in der Biotonne entsorgt werden. Im Zweifel gehören verunreinigte Grünabfälle in den Kehrichtsack. Garten- und Küchenabfälle sollten möglichst sauber und frei von Fremdstoffen der Bioabfuhr übergeben werden. So leisten wir alle einen Beitrag zu einer hochwertigen Verwertung des Grünguts und zum Schutz unserer Umwelt.
Gemeindeverwaltung Allschwil
Bau – Raumplanung - Umwelt
Säckli ja oder nein? Biologisch abbaubar heisst nicht automatisch kompostierbar. Kompostierbare Säcke sind mit einem weissen Gitteraufdruck gekennzeichnet.
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