Gemeinde Allschwil

Gemeinde Allschwil setzt auf zweispurigen ZUBA-Tunnel

09.02.2022

Gemeinsam mit dem Kanton Basel-Landschaft steht der Allschwiler Gemeinderat hinter dem ausgearbeiteten Vorprojekt mit zweispuriger Linienführung und einem einzigen Tunnel im Gegenverkehr beim geplanten Autobahnzubringer Bachgraben–Allschwil (ZUBA). Der Gemeinderat Allschwil weist damit die jüngst kommunizierten Forderungen des neu gegründeten «Überparteilichen Landrats-Komitees Bachgraben plus» nach einer zweiten Tunnelröhre und einem vierspurigen, richtungsgetrennten Ausbau zurück.

Am Donnerstag, 10. Februar 2022, behandelt der Baselbieter Landrat die Projektierungsvorlage zum Zubringer Bachgraben–Allschwil (ZUBA). Im Vorfeld dazu hat sich relativ kurzfristig ein überparteiliches Landratskomitee gebildet, das den Ausbau des Autobahnzubringers in einer von den bisherigen Planungen abweichenden Variante mit zwei Tunnels und vier Spuren ohne Gegenverkehr fordert. Sowohl der bei diesem Verkehrsprojekt federführende Kanton Basel-Landschaft als auch die Gemeinde Allschwil, auf deren Boden sich das Entwicklungsgebiet Bachgraben befindet, sehen diesen Vorschlag kritisch und als nicht zielführend für das Projekt, in das neben der Gemeinde Allschwil und dem Kanton Basel-Landschaft auch das benachbarte Elsass und der Kanton Basel-Stadt involviert sind.

Allschwiler Gemeinderat von zweispuriger Lösung überzeugt
Seit 2017 treibt der Kanton Basel-Landschaft in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Allschwil, mit den Elsässer Nachbarn und dem Kanton Basel-Stadt die Planungen für die benötigte leistungsstärkere Verkehrserschliessung des boomenden Bachgrabenareals auf Allschwiler Boden voran. Im wachsenden Arbeitsgebiet von kantonaler Bedeutung sind in den letzten Jahren weitere Arbeitsplätze in Forschung, Entwicklung und Lehre im Bereich der Life Sciences entstanden. Weitere kommen laufend dazu. Um die bekannten und bestehenden Verkehrsprobleme zu lösen, braucht es neben den längst angestossenen und teilweise bereits umgesetzten Massnahmen wie der Verbesserung der öffentlichen Verkehrsverbindungen und des Langsamverkehrs so rasch wie möglich den Zubringer Bachgraben–Allschwil (ZUBA). Der Allschwiler Gemeinderat ist von der bisher geplanten Lösung überzeugt; dabei verbinden zwei Spuren im Gegenverkehr unterirdisch die Autobahn A2/3 auf Höhe der Basler Flughafenstrasse und den östlichen Rand des Bachgrabengebiets, wo vom dortigen Tunnelportal eine Verbindungsstrasse auf Elsässer Boden den Verkehr aufnimmt und rückseitig ins Gewerbegebiet feinverteilt. Die Forderung des «Überparteilichen Landrats-Komitees Bachgraben plus» nach einem weitaus grösseren und teureren Projekt mit zwei Tunnels und richtungsgetrennter vierspuriger Strassenführung ist nach Ansicht des Allschwiler Gemeinderats nicht mehrheitsfähig und deren Kommunikation zu diesem Zeitpunkt eine Gefahr für das bereits ausgearbeitete und breit abgestützte Vorprojekt. Schlimmstenfalls kommt es dadurch zu einer Neuprojektierung, die wiederum Verzögerungen von mehreren Jahren zur Folge haben könnte.

Überparteiliches Landratskomitee verbreitet unpräzise Informationen
Die jüngst in einem Schreiben an tausende Baselbieter Haushalte verschickte Kommunikation des «Überparteilichen Landrats-Komitees Bachgraben plus» ist nach Meinung des Baselbieter Regierungsrats und des Allschwiler Gemeinderats unpräzis und bisweilen irreführend. Die Landratsmitglieder des Komitees waren stets über die laufenden Planungen informiert und wissen, dass die gestellten Verkehrsentwicklungsprognosen 2040 für das bisher verfolgte Vorprojekt sprechen, da dieses selbst bei voller Entwicklung des Gebiets genügend Kapazitäten aufweist. Die Bezeichnung des Vorprojekts als «Minimalvariante» oder «Schmalspurlösung» ist als polemisch einzustufen. Die geplante Lösung mit budgetierten Gesamtkosten von 370 bis 420 Millionen Franken erfüllt alle Anforderungen an Technik, Umwelt, Verkehrsfluss und Verkehrssicherheit. Die teurere Variante kostet bei fragwürdigem Kosten-Nutzenverhältnis 300 Millionen Franken mehr und gefährdet so den beantragten Bundesbeitrag von rund einem Drittel der Projektkosten. Das Komitee verschweigt der adressierten Bevölkerung in seinem Schreiben zudem, dass die Lösung mit einer zweiten Tunnelröhre neue zeitintensive Verhandlungen mit den involvierten Gebietskörperschaften im benachbarten Elsass und dem Kanton Basel-Stadt, auf dessen Gebiet beide Tunnels vollständig zu liegen kämen, nach sich ziehen werden – weitere Hürden für einen zeitnahen Projekterfolg, den weder der Kanton Basel-Landschaft noch die Gemeinde Allschwil gefährden wollen.

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