Erfolgreiche Mitwirkung der Bevölkerung beim Projekt Ersatzbau Pavillon Freizeithaus

30.11.2020

Beim geplanten Ersatzbau des Freizeithauses konnte die Bevölkerung im Frühling und Sommer mitreden und mitbestimmen. Stand heute ist klar: Die Besucherinnen und Besucher des Gebäude-Ensembles am Hegenheimermattweg 70–76 wünschen sich einen Ort mit Zukunft, der ihre Bedürfnisse nach einer bereichernden Freizeit und Freiräumen zeitgemäss erfüllt. Der Vorschlag des Architekten für eine zweigeschossige Anbauvariante trägt diesen Wünschen Rechnung und findet Anklang. Der Ball liegt nun beim Einwohnerrat.

Aus den drei bisher abgehaltenen und auf verschiedenen Medienkanälen kommunizierten Mitwirkungsrunden, begleitet von Bedarfsabklärungen und Feedbackveranstaltungen, ging hervor: Variante «Anbau zweigeschossig» hat gewonnen. Heisst nun gewonnen, es wird schon bald gebaut? So weit ist es noch nicht, denn ein Gemeindeprojekt erfordert immer zahlreiche spezielle Schritte – ein Bauprojekt mit vielen involvierten Interessengruppen erst recht. Dabei gilt es, die Interessen und Bedürfnisse von Bevölkerung, Politik, Verwaltung, Hauptnutzenden und Anwohnenden zusammenzubringen: «Keine leichte Aufgabe», sagt Michelle Kamm, bausachverständige Projektleiterin des Ersatzbaus bei der Gemeindeverwaltung. Gleichwohl ist sie mit dem Fortschritt des Projekts zufrieden: «Trotz Corona sind wir grundsätzlich gut unterwegs und freuen uns, dass der Gemeinderat vor Kurzem die Anträge für die Sondervorlage mit Vorprojekt und Kostenschätzung zur Überweisung an den Einwohnerrat genehmigt hat», so Kamm.

Gelungene Einbindung der Bevölkerung trotz Corona-Hindernissen
Wegen der Pandemie auch nicht gerade unkompliziert waren die Voraussetzungen für den von der Projektgruppe Ersatzbau Freizeithaus Pavillon geplanten Mitwirkungsprozess. Doch fügen sich die spannenden Resultate der Bevölkerungsbefragung – von Jung bis Alt – nun trotzdem sichtbar zusammen; wie bei einem Puzzle: «Es war uns von Anfang an wichtig, dass die heutigen wie auch künftigen Nutzerinnen und Nutzer sich zu den Plänen äussern und ihre Ideen und Wünsche aktiv einbringen können», sagt Daniel Schäfer, der als Co-Leiter des Freizeithauses die Mitwirkung für die Bevölkerung aufgegleist hat und auf der Projektseite
ersatzbau-freizeithaus.ch für die Öffentlichkeit dokumentiert. Für die mittlerweile rund vierzigjährige Allschwiler Freizeiteinrichtung sei dies nichts als eine logische Umsetzung der eigenen Philosophie: «Der Mitwirkungsprozess an sich ist traditionell in der Kultur des Freizeithauses verankert, denn darum geht es bei uns auf dem Areal im Alltag mit den Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen: Ihre Bedürfnisse ernst nehmen, gemeinsam Projekte angehen und mit wohlwollender Unterstützung umsetzen», erklärt Schäfer. Dass dieser Leitgedanke auch bei so einer wichtigen Entscheidung wie dem Umbau samt entsprechendem neuen Raumprogramm gelten müsse, sei für die Crew des Freizeithauses im Vorfeld des Projektstarts selbstverständlich gewesen.

Umsetzungsvorschlag stammt von Architekten mit Mitwirkungserfahrung
Alban Rüdisühli vom Basler Architekturbüro Rüdisühli Ibach Architekten ist seit Ende 2019 im Bauprojekt involviert. Der Allschwiler Gemeinderat hat ihm nach Abschluss eines sogenannten Planerwahlverfahrens das Architektenmandat übertragen. Den Zuschlag erhielt Rüdisühli mitunter aufgrund seiner Erfahrung in Bauprojekten unter Mitwirkung der Bevölkerung – ein gewichtiges Kriterium in der Ausschreibung. Mit dem nun auf Basis der vollzogenen Feedbackrunden gestalteten Vorprojekt konnte er die geäusserten Bedürfnisse in ein Raumprogramm übersetzen. Neben der funktionalen und architektonischen Ausgestaltung sieht er seine Aufgabe im Projekt vor allem in der Vermittlung als Bindeglied zwischen der Gemeinde als Bauherrin und der mitwirkender Allschwiler Bevölkerung: «Jedes Bauvorhaben steht in einem Lebenszusammenhang. Die Nutzerinnen und Nutzer müssen dabei im Zentrum stehen. Meine Aufgabe als Architekt besteht darin, den Planungsprozess zu moderieren und mit und für diese Menschen das Gebäude zu gestalten», sagt Rüdisühli.

Einwohnerrat debattiert Anfang 2021 über das Vorprojekt
Die im Mitwirkungsprozess favorisierte Variante «Anbau zweigeschossig» bringt laut Architekt Rüdisühli Vorteile gegenüber der unterlegenen eingeschossigen Ausführung, die flächenmässig einen Eingriff in den Aussenbereich bedeutet hätte: «Die gewählte Variante ist kompakter und ökonomischer. Sie bietet kurze Wege zwischen den unterschiedlich zu benutzenden Gebäudeteilen und aufgrund des direkten Anbaus viele attraktive Varianten der Bespielung. Dem Freizeithaus-Team erleichtert der gewählte Grundriss ausserdem die betriebliche Übersicht – die Räumlichkeiten können einfacher im Auge behalten und bewirtschaftet werden», so Rüdisühli. Nun liegt der Ball beim Einwohnerrat, der Anfang 2021 über die eingereichte Sondervorlage beraten wird. Die Vorarbeitet dazu leistet die einwohnerrätliche Kommission für Bauwesen und Umwelt (KBU), die sich im Vorfeld der Ratsdebatte ein näheres Bild vom eingegebenen Vorprojekt machen und eine Empfehlung zuhanden des Einwohnerrats ausarbeiten wird. Was passiert danach? Bei Annahme der Sondervorlage und damit des Vorprojekts kann das Architekturbüro mit der Detailplanung beginnen. Es folgen Baueingabe, Baubewilligung und Baufreigabe sowie die Ausschreibungen an die Gewerke. Die Baufirmen offerieren ihre Leistungen und die Ausführungsplanung wird durch den Architekten erstellt. «Sollten auch diese Planungsschritte in optimalem Verlauf und ohne Einsprachen erfolgen, ist ein Baustart noch im Jahr 2021 möglich», stellt Projektleiterin Michelle Kamm in Aussicht.

Michelle Kamm
Daniel Schäfer
 Alban Rüdisühli
Michelle Kamm vertritt als Projektleiterin des Bereichs Bau – Raumplanung – Umwelt die Allschwiler Gemeindeverwaltung.
Foto Frédéric Giger
Daniel Schäfer ist Co-Leiter und damit Hauptnutzender des gemeindeeigenen Freizeithauses.
Foto Jelena Jankovic
Alban Rüdisühli ist als Projektarchitekt mit der Ausgestaltung des Ersatzbaus betraut.
Foto Juri Junkov

Gelände
Das Modell zeigt das Vorprojekt mit dem Arbeitstitel «Anbau zweigeschossig» (Gebäude rechts), das den Vorzug vor einer eingeschossigen, ins Gelände hineinragenden Variante erhielt. Foto Rüdisühli Ibach Architekten

© 2021 Einwohnergemeinde Allschwil. Alle Rechte vorbehalten.

Mit der Benutzung dieser Website akzeptieren Sie die «Allgemeinen rechtlichen Bestimmungen».


Impressum. Datenschutz. Sitemap.

Hinweis zur Verwendung von Cookies. Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie in unseren Datenschutzinformationen.