Gemeinde Allschwil

Elektroautos oder Verbrenner: Wer hat die bessere Bilanz?

19.10.2026

Schneiden Elektroautos wirklich besser ab für die Umwelt? Oder wird die Belastung bloss vom Auspuff in die Batterie verschoben? Wer über einen Fahrzeugwechsel nachdenkt, möchte vor allem eines wissen: Was stimmt denn nun? Ein Blick auf das ganze Autoleben liefert eine ziemlich klare Antwort.

Die Zweifel sitzen tief: Laut der Ipsos-Studie «People and Climate Change 2025» hält die Hälfte der Befragten in der Schweiz Elektroautos für ebenso schädlich für den Planeten wie Benzin- und Dieselfahrzeuge. Nur in Frankreich (mit 58 Prozent) und Polen (mit 50 Prozent) stimmen noch mehr Menschen dieser Aussage zu.

Ganz aus der Luft gegriffen sind die Zweifel nicht. Die Herstellung einer Batterie benötigt Energie und Rohstoffe. Deren Abbau und Verarbeitung können Böden, Gewässer und Landschaften belasten. Noch bevor das Elektroauto den ersten Kilometer fährt, trägt es deshalb meist einen grösseren ökologischen Rucksack als ein vergleichbarer Verbrenner.

Danach ändern sich die Verhältnisse jedoch konsequent: Stromer setzen die eingesetzte Energie wesentlich effizienter in Bewegung um. Beim Benzinmotor geht ein grosser Teil als Wärme verloren – spürbar an der warmen Motorhaube und am heissen Auspuff. Und während der Stromer-Herstellungsrucksack mit jedem gefahrenen Kilometer weniger ins Gewicht fällt, stösst der Benziner auf dem Arbeitsweg, beim Einkauf und in der Freizeit weiterhin CO₂ aus. Liter für Liter, Jahr für Jahr.

Über die gesamte Lebensdauer schneidet das Elektro-Fahrzeug also klar besser ab – und die Akkus verbessern sich aus Umweltsicht Jahr für Jahr. Trotzdem sind auch Elektroautos kein ökologischer Freipass. Der Abbau der Metalle belastet die Umwelt und ist teilweise mit problematischen Arbeitsbedingungen verbunden. Auch Pneuabrieb, Platzbedarf und Staus verschwinden mit dem Wechsel des Antriebs nicht.

Die beste Klimabilanz hat deshalb das Auto, das gar nicht gefahren wird. Wo ein Auto nötig ist, schneiden Elektrofahrzeuge über ihre gesamte Lebensdauer besser ab als vergleichbare Benzin- oder Dieselfahrzeuge. Wer zusätzlich auf Carsharing, ÖV, Velo und kurze Wege setzt, kann die persönliche Umweltbelastung weiter reduzieren.

Gut unterwegs in Allschwil: Fünf Mobility-Standorte (www.mobility.ch) und drei öffentliche E-Ladestationen stehen der Bevölkerung zur Verfügung. Eine der Ladestationen befindet sich direkt neben der Gemeindeverwaltung an der Dürrenmattstrasse. Eine Übersicht der Ladestationen in Allschwil ist auf der Internetseite (https://move.ch/en/private/move-app/) und in der App des Betreibers move in einer interaktiven Karte verfügbar.

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