13.03.2026
Mit dem Fahrplanwechsel 2026 haben der Kanton Basel-Landschaft sowie die Verkehrsunternehmen BLT und BVB verschiedene Anpassungen im regionalen Bus- und Tramangebot vorgenommen. In der Gemeinde Allschwil haben diese Änderungen – insbesondere bei den Linien 49, 61 und 64 – zu kritischen Rückmeldungen aus der Bevölkerung geführt.
Mit dem Fahrplanwechsel 2026 haben der Kanton Basel-Landschaft sowie die Verkehrsunternehmen BLT und BVB verschiedene Anpassungen im regionalen Bus- und Tramangebot vorgenommen. In der Gemeinde Allschwil haben diese Änderungen – insbesondere bei den Linien 49, 61 und 64 – zu kritischen Rückmeldungen aus der Bevölkerung geführt.
Durch die Neugestaltung des Busliniennetzes ist zwischen den Linien 49 und 64 eine neue Umsteigebeziehung entstanden. Diese führt für Pendlerinnen und Pendler sowie für Schülerinnen und Schüler zu verlängerten Reisezeiten. Zudem wurde die Buslinie 61 auf dem Abschnitt zwischen Letten und dem Friedhof Allschwil eingestellt.
Petition von betroffenen Anwohnern
Von dieser Massnahme sind insbesondere die Anwohnerinnen und Anwohner entlang dieses Abschnitts betroffen. In diesem Zusammenhang wurde eine Petition mit 81 Unterschriften von direkt betroffenen Personen eingereicht. Auch für auswärtige Besucherinnen und Besucher des Friedhofs entfällt eine zentrale und direkt zugängliche ÖV-Verbindung. Besonders betroffen ist auch das Kurzelängequartier, welches faktisch nur noch mit mehrfachen Umstiegen an das übergeordnete ÖV-Netz angebunden ist. Die zuvor mit der Linie 61 gut erreichbaren Versorgungsstandorte (u. a. Letten und Migros Paradies) sind nicht mehr direkt erschlossen. Eine solche Angebotsverschlechterung entspricht aus Sicht der Gemeinde weder den strategischen Zielsetzungen noch einer angemessenen Grundversorgung.
Vertiefte Prüfung
Die Gemeinde Allschwil hat sich im Rahmen der Fahrplananhörung 2026 bereits eingebracht. Die nun konkret wahrgenommenen Auswirkungen waren in dieser Form im Vorfeld jedoch nicht transparent erkennbar. Aus diesem Grund sah sich der Gemeinderat veranlasst, den Anliegen der Allschwiler Bevölkerung beim Kanton – Abteilung öffentlicher Verkehr – erneut Nachdruck zu verleihen. Die Gemeinde ersucht den Kanton,
einer vertieften Prüfung zu unterziehen und Lösungen zu prüfen, welche eine direkte, zumutbare und möglichst umsteigefreie Anbindung an das bestehende Netz (insbesondere Richtung Tramlinie 6 und Letten) wieder ermöglichen. Dies kann aus Sicht der Gemeinde über eine Anpassung oder Führung einer der bestehenden Linien (z. B. 38, 48, 49, 61 oder 608) erfolgen.
Die Umsteigebeziehung der Linien 49/64 sollte nach Ansicht des Gemeinderats geprüft werden.
«Der Gemeinderat nimmt die Rückmeldungen der direkt Betroffenen ernst. Die aktuelle Situation wird von ihnen als spürbare Verschlechterung der ÖV Erschliessung wahrgenommen. Dies steht im Widerspruch zu den verkehrspolitischen Zielen der Förderung des öffentlichen Verkehrs. Aus Sicht des Gemeinderats ist daher eine erneute fachliche Prüfung der betroffenen Linienführungen, Umsteigebeziehungen und Taktangebote angezeigt.»
Andreas Bammatter, Ressort Mobilität
Im November 2025 wurde eine Petition mit 65 Unterschriften eingereicht, mit dem Anliegen, das grüne Klettergerüst im Wegmattenpark durch mehrere kleinere Spielgeräte zu ersetzen. Begründet wird dies damit, dass das bestehende Klettergerüst sehr gross sei, nur von einer bestimmten Altersgruppe genutzt werde und es im Umfeld an Sitzgelegenheiten sowie an Beschattung fehle.
Ein Rückbau oder Ersatz des bestehenden grünen Klettergerüsts im Wegmattenpark ist aus Sicht des Gemeinderats zum jetzigen Zeitpunkt nicht sinnvoll. Das Klettergerüst ist erst etwa fünf Jahre alt und befindet sich in einem guten Zustand. Zudem hat der Einwohnerrat im Rahmen des Budgets 2026 Mittel für zusätzliche, mehrgenerationentaugliche Spielgeräte gesprochen. Diese sollen in der Nähe des bestehenden Klettergerüsts platziert werden.
… davon Kenntnis genommen, dass das Staatssekretariat für Migration (SEM) und das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) eine vertiefte Machbarkeitsstudie unter Einbezug des Siegerprojekts «Sanierung und Umbau des Werkshofgebäudes Allschwil» lancieren werden. Diese Studie dient der Prüfung einer möglichen Ablösung des bestehenden Bundesasylzentrums ATLAS am Standort Allschwil durch eine neue, dauerhafte Lösung. Die vertiefte Analyse soll aufzeigen, welcher Standort sich am besten für ein zukünftiges Bundesasylzentrum eignet.
… davon Kenntnis genommen, dass die Verwaltung sämtliche gemeindeeigenen Liegenschaften hinsichtlich eines wirksamen Brandschutzes und der allgemeinen Sicherheit überprüft hat. Dies erfolgte vor dem Hintergrund der Brandkatastrophe in Crans Montana.
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