Gemeinde Allschwil

Allschwil fordert verbindliche Massnahmen gegen unzumutbare Lärmbelastung

18.08.2026

Der Monat Juli 2026 markiert mit einer Südlandequote von 43,7 Prozent einen massiven Anstieg der Südlandungen am EuroAirport Basel und somit einen besorgniserregenden Höchststand in der Lärmbelastung der Region. Angesichts der seit Jahren überschrittenen Schwellenwerte und der anhaltenden Nachtlärmproblematik fordert Allschwil nun gemeinsam mit weiteren betroffenen Gemeinden ein konkretes und verbindliches Einschreiten der zuständigen Behörden und des EuroAirport.

Die aktuellen Zahlen für den Juli 2026 verdeutlichen die massive Belastung für die Bevölkerung: Mit einer Südlandequote von 43,7 Prozent wurde ein Wert erreicht, der die Entwicklung der Vorjahre weit übertrifft. Zwar stellt die Gemeinde Allschwil die Flugsicherheit zu keinem Zeitpunkt infrage, dennoch kann diese ausserordentliche Belastung nicht allein mit den herrschenden Windverhältnissen begründet oder gar abgetan werden. Es ist wichtig festzuhalten, dass die 43,7 Prozent zwar rechtlich noch keine Überschreitung der zulässigen Jahresquote darstellen, die aktuelle Situation jedoch eindrücklich aufzeigt, welche massive Intensität die Belastung zeitweise erreichen kann.

Gemeinsam gegen den Fluglärm
In der aktuellen Berichterstattung und der öffentlichen Diskussion stehen derzeit insbesondere die Beschwerden aus der Gemeinde Binningen im Fokus. Die Gemeinde Allschwil hält jedoch unmissverständlich fest, dass ihre Bevölkerung von den Südlandungen mindestens ebenso unmittelbar und stark betroffen ist. Fluglärm macht an Gemeindegrenzen nicht halt. Aus diesem Grund bezieht Allschwil nun deutlich Stellung, um sicherzustellen, dass die Interessen unserer Einwohnerinnen und Einwohner wahrgenommen werden. Allschwil strebt hierbei ein koordiniertes Vorgehen mit Binningen und weiteren betroffenen Gemeinden an, um den Forderungen gegenüber den Entscheidungsträgern das nötige politische Gewicht zu verleihen.Allschwil fordert verbindliche Massnahmen gegen unzumutbare Lärmbelastung.

Langjährige Schwellenwertüberschreitungen und Nachtlärm
Das eigentliche Problem ist kein isoliertes Ereignis eines einzelnen Monats, sondern ein strukturelles Defizit: Die vereinbarten Schwellenwerte für Südlandungen werden bereits seit Jahren systematisch überschritten. Diese Entwicklung wird durch die weiterhin bestehende und ungelöste Nachtlärmproblematik verschärft, welche die Lebensqualität und Gesundheit der Bevölkerung massiv beeinträchtigt. Während der EuroAirport einerseits Projekte wie den Terminalausbau vorantreibt, darf der Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner vor Lärm nicht auf der Strecke bleiben.

Forderung nach verbindlichen Massnahmen
Die Gemeinde Allschwil fordert vom EuroAirport, dem Bund, den Kantonen sowie den zuständigen französischen Stellen die Erarbeitung und Umsetzung verbindlicher Massnahmen zur Reduktion der Lärmbelastung. Die Zeit der unverbindlichen Absichtserklärungen muss vorbei sein; die betroffene Bevölkerung benötigt konkrete Lösungen und eine spürbare Entlastung. Der Gemeinderat von Allschwil wird sich weiterhin faktenbasiert und dezidiert auf allen politischen Ebenen dafür einsetzen, dass die vereinbarten Grenzwerte eingehalten und die Belastung auf ein verträgliches Mass reduziert wird.

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