Gemeinde Allschwil
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Energiegeschichten

Die Energiegeschichten informieren über aktuelle Themen, Projekte und Entwicklungen rund um Energie, Klima und Klimaanpassung in Allschwil. Sie bieten Einblicke in lokale Initiativen, zeigen Beispiele aus der Gemeinde und geben Tipps zu Energiethemen im Alltag.


Begleitbild Solarstrom

Mehr Solarstrom von den Gemeindedächern

Immer mehr Dächer der Allschwiler Gemeindeliegenschaften erfüllen heute eine doppelte Aufgabe: Sie schützen nicht nur die Gebäude darunter, sondern erzeugen gleichzeitig erneuerbaren Strom. Was vor einigen Jahren mit einer einzelnen Photovoltaikanlage begann, hat sich Schritt für Schritt weiterentwickelt. Heute nutzt die Gemeinde verschiedene geeignete Dachflächen für die Solarstromproduktion und leistet damit einen Beitrag zur Energiewende.

📊 Schon gewusst? Im Energiemonitoring der Plattform «Allschwil Netto-Null» können Sie die aktuellen Solarproduktionsdaten der gesamten Gemeinde sowie der einzelnen Gemeindeliegenschaften jederzeit transparent und digital einsehen!

Den Anfang machte die Photovoltaikanlage auf dem Kindergarten Spitzwaldstrasse. Mit den Jahren kamen weitere Anlagen auf dem Kindergarten Pestalozzi und dem Verwaltungsgebäude hinzu. Einen wichtigen Meilenstein stellte anschliessend die Installation auf der Dreifachturnhalle des Schulhauses Gartenhof dar. Mit einer Leistung von 220 Kilowatt zählt sie zu den grössten Solaranlagen der Gemeinde und zeigt, welches Potenzial auf öffentlichen Dachflächen steckt.

Heute betreibt die Gemeinde auf mehreren Liegenschaften eigene Photovoltaikanlagen. Weitere Dächer werden externen Betreibern für die Solarstromproduktion zur Verfügung gestellt. Damit die gemeindeeigenen Anlagen dauerhaft zuverlässig arbeiten, werden sie regelmässig von spezialisierten Fachfirmen gewartet und überprüft. Gleichzeitig behalten die Hauswarte den Betrieb jederzeit im Blick: Über digitale Anwendungen können sie die aktuelle Stromproduktion ihrer Liegenschaft in Echtzeit verfolgen.

Dass sich diese Investitionen lohnen, zeigen die Zahlen. Im Jahr 2024 produzierten die Photovoltaikanlagen auf den Gemeindeliegenschaften insgesamt 441'484 kWh Solarstrom. Verglichen mit einem theoretischen Solarpotenzial von rund 2'969'512 kWh wird deutlich, dass bereits ein beachtlicher Teil der verfügbaren Dachflächen der Einwohnergemeinde genutzt wird – gleichzeitig aber noch weiteres Ausbaupotenzial vorhanden ist. Jede zusätzliche Anlage erhöht den Anteil des lokal produzierten erneuerbaren Stroms und stärkt die Energieversorgung direkt vor Ort.

Jugend aufs Dach
Ein besonderes Projekt wurde im vergangenen Jahr auf dem Dach des Freizeithauses realisiert. Dort entstand nicht nur eine neue Photovoltaikanlage, sondern gleichzeitig auch ein aussergewöhnliches Bildungsprojekt. Im Rahmen von «Jugend aufs Dach» halfen rund 120 Schülerinnen und Schüler der 6. und 7. Klassen beim Aufbau der Anlage mit. Gemeinsam mit Fachpersonen erhielten sie einen praxisnahen Einblick in Solarenergie, Nachhaltigkeit und Klimaschutz und konnten die Energiewende direkt mitgestalten.

Die Anlage selbst beeindruckt ebenfalls mit ihren Zahlen: Auf den Dächern des Neu- und Bestandsbaus wurden 162 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 65 Kilowattpeak (kWp) installiert. Sie erstreckt sich über rund 623 Quadratmeter Dachfläche und produziert seither zuverlässig erneuerbaren Strom. Bereits im ersten Betriebsjahr erzeugte sie rund 42'000 kWh Strom – so viel, wie das Freizeithaus selbst in einem Jahr verbraucht. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie sich Klimaschutz, innovative Bildungsarbeit und die nachhaltige Nutzung öffentlicher Gebäude miteinander verbinden lassen.

Der Ausbau der Solarenergie in Allschwil geht weiter. Bereits das nächste Projekt ist geplant: Mit dem Neubau des Kindergartens Metzgersmatten soll voraussichtlich eine weitere Gemeindeliegenschaft eine weitere Photovoltaikanlage. Damit wird auch künftig zusätzlich erneuerbarer Strom auf gemeindeeigenen Dachflächen produziert.

Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt: Auch die Gemeinde Allschwil kann ihre eigenen Dachflächen nutzen, um erneuerbaren Strom zu produzieren. Mit jeder zusätzlichen Photovoltaikanlage wächst die Menge an Solarstrom, die direkt auf den gemeindeeigenen Liegenschaften erzeugt wird. So trägt die Gemeinde Schritt für Schritt dazu bei, die Nutzung erneuerbarer Energien in Allschwil auszubauen.


Begleitbild Heizungsersatz

Heizungsersatz und neue Förderungen: jetzt ist der ideale Zeitpunkt für die energetische Sanierung!

Wer in Allschwil seine alte Heizung ersetzt oder das eigene Haus energetisch auf Vordermann bringen möchte, hat jetzt Rückenwind. Ab 2026 gelten im Kanton Basel-Landschaft klare Vorgaben beim Umstieg von fossilen auf erneuerbare Heizsysteme. Gleichzeitig stellt der Landrat 51,25 Millionen Franken bereit, um den Wechsel mit neuen, äusserst attraktiven Fördermassnahmen zu erleichtern.

💡 Tipp für Liegenschaftsbesitzer: Sie wissen noch nicht, welche erneuerbare Heizung zu Ihrem Gebäude passt? Nutzen Sie das Allschwiler Energieportal – hier erhalten Sie rasch und unkompliziert Informationen zu passenden Heizsystemen, Solarpotenzialen und konkreten Fördermöglichkeiten für Ihre Liegenschaft.

Der perfekte Zeitpunkt zum Handeln
Wenn bei einer Öl- oder Gasheizung der Kessel ausgetauscht wird oder der Brenner einer Anlage erneuert werden muss, die älter als 15 Jahre ist, gilt die Vorgabe: Der Wechsel auf erneuerbare Energien wird zum Standard. Nur in seltenen Ausnahmefällen (etwa bei technischer Unmöglichkeit oder unverhältnismässiger Härte) kann noch eine fossile Feuerungsanlage bewilligt werden.

Anstatt abzuwarten, bietet sich genau jetzt die Gelegenheit, das eigene Gebäude zukunftssicher aufzustellen. Das Baselbieter Energiepaket belohnt diesen Schritt mit substanzieller finanzieller Unterstützung.

Neue Förderchancen im Baselbieter Energiepaket
Mit der Weiterführung des Programms bis voraussichtlich 2030 werden ab 2026 gezielt neue Anreize gesetzt, von denen Eigentümerinnen und Eigentümer in Allschwil direkt profitieren:

  • Ersatz älterer Wärmepumpen (1:1-Ersatz): Wer eine bestehende Wärmepumpe der Baujahre 1976 bis 2005 durch ein neues Gerät ersetzt, erhält neu eine Unterstützung in Höhe von 40 % der regulären Beitragssätze (sofern bisher keine Fördergelder bezogen wurden).

  • Kombinations-Bonus bei Sanierungen: Verbinden Sie eine Dach- oder Fassadensanierung mit einer Photovoltaikanlage, vervielfachen sich die Fördergelder: Die Beitragssätze für die Dachdämmung verdoppeln sich, bei der Fassadendämmung vervierfachen sie sich sogar.

  • Energetische Betriebsoptimierung: Lassen Sie Ihre Heizungsanlage von einer Partnerfirma prüfen und optimal einstellen (z.B. Anpassung der Heizkurve), übernimmt der Kanton bei Einfamilienhäusern in der Regel die gesamten Kosten und bei Mehrfamilienhäusern 50 %.

  • Regeneration von Erdwärmesonden: Der Einsatz thermischer Solaranlagen zur Sonden-Regeneration wird verstärkt unterstützt – neu auch bei Neubauten.

  • Ladeinfrastruktur für E-Mobilität: In bestehenden Mehrfamilienhäusern wird die elektrische Grunderschliessung und Vorbereitung für E-Ladepunkte neu mit CHF 500 pro Parkplatz (max. 50 % der Kosten) gefördert.
Dashboard Heizungsersatz

Warum sich der Umstieg doppelt lohnt
Ein Umstieg auf erneuerbare Energien senkt Ihre laufenden Energiekosten, sichert den Werterhalt Ihrer Liegenschaft und steigert den Wohnkomfort. Gleichzeitig leisten Sie einen entscheidenden Beitrag zu unserem gemeinsamen Ziel: Allschwil Netto-Null.

  • Informationen & Förderanträge: Alle Details zum Angebot und zur kostenlosen Beratung finden Sie direkt unter www.energiepaket-bl.ch.
  • Vorschriften beim Heizungsersatz: Detaillierte Infos zu den gesetzlichen Regelungen finden Sie unter www.bl.ch/heizungsersatz.

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