Schwester Bonifatia wird mit dem Allschwiler Preis 2012 geehrt

27.10.2012

Der Allschwiler Preis 2012 geht an die seit über 40 Jahren in Allschwil wohnhafte Schwester Bonifatia Metzger....

Der Allschwiler Preis 2012 geht an die seit über 40 Jahren in Allschwil wohnhafte Schwester Bonifatia Metzger. Die allseits bekannte und beliebte Franziskanerin vom Kloster Erlenbad wird vom Gemeinderat Allschwil für Ihr herausragendes Engagement für die Allschwiler Gesellschaft geehrt. Seit vielen Jahren setzt sie sich unermüdlich für jene Menschen ein, die nicht nur die Sonnenseiten des Lebens kennen.


Die Preisverleihung findet am Donnerstag, 22. November 2012, um 19.00 Uhr im Lichthof des Gemeindezentrums an der Baslerstrasse 111 in Allschwil statt. Die Allschwiler Einwohner sind zur feierlichen Ehrung herzlich eingeladen (die Anmeldeformalitäten entnehmen Sie bitte unten stehender Einladung).

Die Auszeichnung wird herausragenden Persönlichkeiten aus den Bereichen „Kultur“ und „Gesellschaft“ verliehen. Der Allschwiler Gemeinderat hat sich für die Preisverleihung im Jahre 2012 einstimmig für Schwester Bonifatia Metzger für ihre ausserordentlichen Verdienste für die Gemeinde Allschwil ausgesprochen.


Schwester “Boni“, wie sie hier in Allschwil liebevoll genannt wird, ist in Zeiningen im Fricktal aufgewachsen. Nach einer glücklichen Kindheit absolvierte sie die Berufslehre als Krankenschwester. Mit 21 Jahren trat sie in den Orden der Franziskanerinnen von Erlenbad ein, der schon damals, wie sie sagt, eine offene, multikulturelle Gemeinschaft war. „Boni“ möchte durch ihr Leben und ihr Wirken den Menschen dienen, Freude und Hoffnung vermitteln, Trauer und Leid mit ihnen teilen.


Nach ihrer Noviziatsausbildung im Mutterhaus in Deutschland wurde Schwester Bonifatia 1968 nach Allschwil ins Schwesternhaus am Langgartenweg versetzt, wo sie bis heute mit ihrer Mitschwester lebt und wirkt. Die junge Schwester hatte es zur damaligen Zeit nicht immer leicht, denn ihre älteren Mitschwestern und viele Leute begegneten ihrer offenen und temperamentvollen Art anfänglich etwas skeptisch. Bereits damals war sie überzeugt, dass neue, und andere Wege beschritten werden sollten, um den diakonischen Auftrag zu erfüllen.


Als Gemeindekrankenschwester erfüllte sie diesen 18 Jahre lang mit grossem Einsatz. Während dieser Zeit war sie massgeblich am Aufbau des heutigen Seniorendienstes beteiligt, setzte sich engagiert für eine Zusammenarbeit der Ökumene ein. Mit verschiedenen, freiwillig engagierten Frauen und Männern der drei Landeskirchen gründete sie die „Altersferien“, die sie auch stets mitorganisierte und begleitete.


Vom damaligen römisch katholischen Pfarrer Joseph Nietlispach motiviert, bildete sie sich in berufsbegleitenden Ausbildungskursen in Baden (AG) zur Kranken- und Altersseelsorgerin weiter. Nach erfolgreichem Abschluss wurde sie vom damaligen Kirchgemeinderat angestellt und übte bis zu ihrer Pensionierung vor fünf Jahren verschiedene seelsorgerische Tätigkeiten, vor allem in der Kranken- und Altersseelsorge aus (SEVAS – Seelsorgeverband Allschwil Schönenbuch).


Seither ist Boni etwas kürzer getreten; sie ist aber weiterhin bereit, Ferienvertretungen im SEVAS zu übernehmen, besucht Kranke zu Hause, feiert mit den Menschen Gottesdienste in den Pfarreien und im Alterszentrum und übernimmt Beerdigungen.


Neben ihrer Seelsorgearbeit in Allschwil engagiert sich Schwester Bonifatia auch in ihrer Gemeinschaft im Kloster Erlenbad. Sie nimmt regelmässig an Exerzitien und Ordensanlässen teil und ist zusammen mit ihrer Mitschwester Gertrud für die Redaktion der Kloster Zeitschrift „Erlenbad aktuell“ verantwortlich.


In ihrer Freizeit fotografiert Schwester Bonifatia leidenschaftlich gern. Die Kraft für ihr Leben und ihre Arbeit, sagt sie, schöpfe sie aus ihrem täglichen Gebet und aus ihrer gelebten franziskanischen Spiritualität. Ihre Hobbies sind Wandern in der Natur und geselliges Zusammensein bei einem gemeinsamen Essen mit Mitschwestern, Freundinnen und Freunden. Sie hört klassische meditative Musik (beim Autofahren schöne alte Schlager und Ländler), löst gerne Kreuzworträtsel und findet seit kurzem auch wieder Zeit zum Lesen, wobei sie biographische Literatur bevorzugt.


Auch technisch ist sie auf dem neuesten Stand. Via Internet kommuniziert sie mit Mitschwestern auf der ganzen Welt und bearbeitet ihre Fotografien am Computer. Dieses Wissen hat sie sich autodidaktisch angeeignet. „Wenn man nahe bei den Menschen sein will, muss man mit der neuen Technik umgehen können“, gibt sie mit einem verschmitzten Lächeln zu bedenken.


Die Wahl zur Preisträgerin des Allschwiler Preises hat Schwester Bonifatia überrascht. Sie sieht ihre Aufgabe und Berufung – für das Wohl der Menschen einzustehen – eher im Hintergrund. Was immer sie in den letzten 44 Jahren bewirkt habe, so Boni, habe sie stets von Herzen gern gemacht. Sie dankt der Allschwiler Bevölkerung für den grossen Rückhalt und für die zahlreichen und grosszügigen Spenden für Menschen in Not.


Die Zeit in Allschwil und die vielen schönen und interessanten Begegnungen mit verschiedenen Menschen haben ihr Leben farbenfroh und reich gemacht.
Es gibt jedoch noch einen Wunsch, den sie sich eines Tages erfüllen möchte: einen Flug über die Schweizer Berge. Dazu sagt sie, „Gerne würde ich einmal zwischen Himmel und Erde schweben; in den Wolken wo die Freiheit wohl grenzenlos sein muss.„


Der Gemeinderat dankt Schwester Bonifatia für ihr langjähriges, herausragendes Engagement für die Gemeinde und freut sich, ihr den Allschwiler Preis am 22. November 2012 verleihen zu dürfen.

boni

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