Keine unmittelbare Gefahr durch Buschmücken
Wie in Artikeln der Basler Zeitung und der Gratiszeitung 20 Minuten sowie einem Beitrag von Radio Basilisk veröffentlicht wurde, ist die Asiatische Buschmücke im Allschwiler Wald festgestellt worden. In den Medienberichten warnen Forscher des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institutes (Swiss TPH) davor, dass diese Buschmücken tropisches Fieber übertragen können.
Richtig ist, dass der Mückenspezialist Pie Müller vom Swiss TPH die Asiatische Buschmücke (Aedes japonicus) im Allschwiler Wald nachgewiesen hat. In
den USA konnte das West-Nil-Virus (WNV) in Mücken dieser Art aus dem Feld nachgewiesen werden. Eine Übertragung dieses WNV von Vögeln auf den Menschen und andere Säugetiere ist daher denkbar.
Wie das Schweizerische Tropeninstitut mitteilt, ist jedoch falsch, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine unmittelbare Gefahr bestehe und Buschmücken das tropische Fieber in die Region Basel bringen würden. Das Institut stellt klar, dass die in der Region schon immer ansässige Gemeine Stechmücke (Culex pipiens) wahrscheinlich sogar der weit «bessere» Überträger für das Virus sei. Der Nachweis der neuen Mückenart erhöht also das Risiko einer Infektion mit diesem oder einem anderen Virus nicht automatisch. Die Wissenschaftler am Swiss TPH haben dennoch ein wachsames Auge auf die Situation und werden falls erforderlich, die nötigen Massnahmen ergreifen. Ck