Allschwil protestiert gegen zusätzliche Südstarts vom EuroAirport

10.11.2015

Zur «Verbesserung der Sicherheit» führen die am FABEC (Functional Airspace Blocks Europe Central) beteiligten Staaten ab April 2016 zwischen Genf und Brüssel ein neues Netz von Flugrouten in grosser Höhe ein. Dies ist einer Mitteilung des Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAZL) von Ende Oktober 2015 zu entnehmen.

Für die Flughäfen Genf und Basel-Mulhouse bringt die Umsetzung des Luftraumprojekts «Südost» markante Änderungen der An- und Abflugrouten. So nimmt die Zahl der Südstarts vom EuroAirport stark zu, was zu mehr Fluglärm über den bereits heute stark betroffenen Gemeinden südlich des Flughafens führen wird. Vor allem Allschwil wird durch die zusätzlich 20 Flugzeuge, welche täglich vom EuroAirport (EAP) über die Nordwestschweiz starten, in Mitleidenschaft gezogen.

Für die Nordwestschweiz trifft nicht zu, dass die Neuerung die Sicherheit verbessert und die Umweltbelastung gesenkt wird ̶ ganz im Gegenteil! Der Gemeinderat teilt deshalb die Haltung des Gemeindeverbunds Flugverkehr (GVF) und lehnt die einseitige Anpassung zu Lasten der Schweizer Bevölkerung kategorisch ab. Weiter schliesst er sich dem Begehren des GVF an, welche das BAZL auffordert, alternative Startrouten zu prüfen und Anpassungen der Startprozeduren zu implementieren, um die Lärmbelastung zu reduzieren.

2014 sind rund 34'000 Flugzeuge von der Südpiste des EuroAirports gestartet. Nun sollen jährlich zusätzliche 7'300 Flüge über Allschwil hinweg in die Welt starten. Das entspricht einer Zunahme von über 20 Prozent gegenüber 2014 und zweifelsohne eine Zunahme der Lärmbelästigung. Einmal mehr zeigt sich, dass die Anliegen der umliegenden Gemeinden nicht ernst genommen werden ̶ insbesondere die Forderung nach betrieblichen Massnahmen zur Reduktion der Lärmbelästigung. So wird auch in der neusten Anpassung der Startprozedur die Nutzung der Ost-West-Piste nicht in Erwägung gezogen. Der Gemeinderat erwartet deshalb, dass das BAZL für die notwendigen betrieblichen Anpassungen am EuroAirport sorgen wird, damit keine zusätzliche Lärmbelästigung entsteht.
Gemeinderat Allschwil

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