Schulhaus-Architekten auf dem Prüfstand der Kinder

08.02.2016

Im März des vergangenen Jahres konnten rund 60 Schülerinnen und Schüler aus Allschwil ihre Ideen für die Gestaltung des Schulhofes des neuen Schulhauses Gartenhof einbringen. Jetzt ist klar, welche Ideen die Landschaftsarchitekten aufgenommen haben. Die Präsentation am 21. Januar zog nochmals mehr als die Hälfte der beteiligten Schülerinnen und Schüler an.

Ein erstauntes Raunen ging durch die Reihen der rund 35 anwesenden Kinder, als Kai Beschorner, der zuständige Landschaftsarchitekt für die Aussenraumgestaltung beim neuen Schulhaus Gartenhof, an der Präsentation das Bild mit dem neuen Klettergerät für den Pausenhof präsentierte. Detailliert zeigte er auf, wie er und seine Mitarbeitenden aus den Zeichnungen, Texten und Modellen der Kinder das neue Klettergerät entwickelt hatten.

Kinder hinterfragen die Entwürfe
Ein Kind fragte spontan: “Bekommen wir das?“ Das multifunktionale Klettergerät faszinierte die Kinder, warf aber auch Fragen auf: „Wie kommt man von unten in die Kletterspinne?“ oder „Wie hoch ist das Klettergerüst am höchsten Punkt?“ Die Kinder wollten es genau wissen. Schliesslich hatten sie sich im Workshop eingehend Gedanken dazu gemacht. Viele erkannten ihre Ideen im Bild wieder. Viel Begeisterung zeigten die Kinder auch beim Wasserspiel-Labyrinth, welches zahlreiche Möglichkeiten gibt, das Wasser in den Kanälen zu stauen und umzuleiten, bis es in den Sand fliesst, der das Spielgerät umgibt. „Kommt da immer Wasser?“ fragte ein Kind. Kai Berschorner erklärte, warum das Wasser im Winter abgestellt werden muss, weil sonst die Leitungen einfrieren und dass nur Wasser komme, wenn die Handpumpe aktiv betätigt werde.

Das Team des Partizipationsprojektes KinderKraftWerk leitete anschliessend Gruppengespräche, in denen die Kinder nochmals detailliert Fragen stellen und die Pläne auf Herz und Nieren prüfen konnten. Die Entwürfe wurden nochmals den Modellen gegenübergestellt. Einige sahen zum ersten Mal eine Rutschbahn aus Gummi. Andere fragten sich, ob man in den Kanälen des Wasserlabyrinths auch Schiffe fahren lassen kann.

Gute Noten für die Landschaftsarchitekten
Am Ende erhielten die Landschaftsarchitekten von den Kindern gute Noten und einen anhaltenden Applaus. Schon jetzt ist geplant, dass sie bei den Baumpflanzungen wieder an ihrem Schulhof mitarbeiten können. Nun heisst es warten bis zum Sommer, dann ziehen gut 600 Kinder ins neue Gartenhof Schulhaus. Einige davon haben ein Stück mitgeplant. Ein Erlebnis, das bleibt.

Zeno Steuri, Bereichsleiter Kind und Familie, KJF Liestal

Kinderpartizipation

Schülerinnen und Schüler sowie Vertreter von Gemeinde und Schule verfolgen gespannt die Präsentation der Landschaftsarchitekten über die Gestaltung des Schulhofes der neuen Schule Gartenhof. (Foto zVg)

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