Grosse Herausforderung für die Primarschule Allschwil

18.04.2016

ja. Rechtzeitig auf Beginn des Schuljahres 2016/2017 werden rund 500 Schülerinnen und Schüler in die neue Schule Gartenhof einziehen. Für die Primarschule stellt dieser Neubezug eine riesige Herausforderung dar. Roland Gindrat, Gesamtschulleiter Kindergarten und Primarschule Allschwil, über Freuden und Ängste im Vorfeld des Umzuges und die Vorzüge des topmodernen Schulhauses.

Roland Gindrat
Heute noch eine Baustelle, in fünf Monaten der Ort eines grossen Einweihungsfestes:
Gesamtschulleiter Roland Gindrat im Aussenbereich der neuen Schule Gartenhof mit der Dreifachturnhalle im Hintergrund. Foto ja.

Herr Gindrat, was überwiegt bei Ihnen im Vorfeld des Neubezuges der Schule Gartenhof – die Freude über ein neues Schulhaus oder die Angst vor dem, was alles noch auf die Primarschule Allschwil zukommt?
Roland Gindrat: Die Freude überwiegt ganz klar. Angst vor Neuem habe ich selten. Herausforderungen und Projekte spornen mich an. Vor allem bei einem interessanten Projekt wie dem neuen Schulhaus, das so viel zu bieten hat und viele Möglichkeiten offen lässt.

Wie gross ist aktuell der Anteil Ihres Pensums, der für Arbeiten im Zusammenhang mit der neuen Schule geleistet wird?
Je nach Bauphase schwankt der Aufwand zwischen zwei und zehn Stunden pro Woche. Neben mir sind weitere Schulpersonen im Bauprojekt involviert, wie zum Beispiel die ehemalige Schulratspräsidentin Daniela Werren. Gemeinsam kommen wir wohl auf ein durchschnittliches zusätzliches Pensum von 25 bis 30 Prozent.

Welches sind die grossen Arbeiten, die von Schulseite bis zum Bezug der neuen Schule noch zu anzu-packen sind?
Im Team gilt es Entscheide zu treffen betreffend Möblierung der Schulzimmer, Gruppenräume, Bibliothek, Lehrpersonenzimmer etc., des Interaktiven Boards oder etwa des Schliessungskonzeptes. Nach der Bauab-nahme geht es dann ans Packen, Umziehen und Einrichten. Und natürlich nimmt uns auch die Vorbereitung und Durchführung des Schulhausfestes noch in Anspruch.

Die Schule ist dabei auf die Unterstützung der Gemeindeverwaltung angewiesen; wie funktioniert diese Zusammenarbeit?
Bei schulrelevanten Themen werden wir konsultiert und dürfen vor wichtigen Entscheidungen mitdiskutieren. Aussergewöhnlich für mich ist, dass die Schulleitung nicht Mitglied des Steuerungsausschusses ist. Einerseits ist es für die Schulleitung entlastend, andererseits muss um so mehr darauf geachtet werden, dass bei wichti-gen Themen die Schule eingeladen wird und dass die Kommunikation gut miteinander spielt.

Können Sie uns kurz die Vorzüge des neuen Schulhauses Gartenhof skizzieren?
Alles ist unter einem Dach und sehr nahe beieinander. Tagesstrukturen, Schulsozialarbeit sowie Aula, Drei-fachturnhalle und Schulleiter sind vor Ort. Die neue Schule wird über eine zeitgemässe Infrastruktur verfügen und modern und gut ausgerüstet sein. Besonders gefallen mir die grosszügige und lichtdurchflutete Bauweise und der gut nutzbare, offene Gang.

Was zeichnet die neue Schule Gartenhof besonders aus – in didaktischer, infrastruktureller wie sozialer Hinsicht?
Im neuen Schulhaus werden sowohl traditionelle wie moderne Unterrichtsformen möglich sein. Einerseits wird jede Klasse immer noch ihr Schulzimmer erhalten, andererseits wird ein multifunktionaler und grosszügiger Gang für Austausch, Gruppen- und Projektarbeit zur Verfügung stehen. Jedes Schulzimmer hat „seinen“ Grup-penraum, der als Arbeitsraum, integrierte Förderung, Deutsch als Zweitsprache usw. genutzt werden kann. Dank mehrerer Parallelklassen sind verschiedene klassenübergreifende Projekte möglich.

Neues kann oft auch Veränderungsängste hervorrufen: Wie ist die Stimmung im Lehrkörper bezüglich Umzug und neue Arbeitsumwelt?
Unterdessen hat sich auch das Team im Schulhaus Gartenstrasse damit abgefunden, dass es sein geliebtes Schulhaus abgeben muss. Allgemein herrscht in den Schulhäusern Gartenstrasse und Bettenacker eine er-wartungsvolle Aufbruchsstimmung.

Und bei den Schülern?
Ein neues Schulhaus finden die Schüler/innen cool, weil es neu, modern und gross ist. Sie freuen sich auf die grosse Turnhalle, die verschiedenen Unterrichtsräume (Klassenzimmer, Gruppenraum, grosser Gang) und auf die interaktive Wandtafel. Die Tagesschulkinder freuen sich auf die verschiedenen Rückzugsmöglichkeiten und auf die Küche im Zentrum, wo man dem Koch bei seiner Tätigkeit zuschauen kann.

Wie viele Schüler und Lehrkräfte werden ab Beginn Schuljahr 2016/2017 denn insgesamt die Schule Gartenhof beleben?
Es werden rund 500 Kinder in 26 Klassen sein, verteilt in Regelklassen, Einführungsklassen, Kleinklassen und Fremdsprachenklasse. Das heisst, sowohl alle Kleinklassen wie auch alle Klassen aus den Schulhäusern Bet-tenacker und Gartenstrasse kommen in die Schule Gartenhof. Zudem müssen oder dürfen wegen grossen Klassen und Platzmangel auch einzelne Klassen aus dem Schulhaus Schönenbuchstrasse und dem Schulzentrum Neuallschwil ins neue Schulhaus zügeln.

Nach welchen Kriterien wurden diese bestimmt?
Die Eltern von Kindern in zu grossen Klassen, in denen nur eine Schüler/innen-Gruppe ins neue Schulhaus muss, erhielten einen Brief mit der Aufforderung, uns mitzuteilen, ob sie an einem Wechsel des Kindes in die neue Schule Gartenhof interessiert sind. Sollten sich zu wenig oder zu viele Schülerinnen und Schüler für einen Wechsel melden, wird die Schulleitung aufgrund des Zonenplanes die Umteilung vornehmen müssen. Die Schulleitung wird bei den Entscheiden die involvierten Lehrpersonen einbeziehen. Wir werden die betroffenen Familien voraussichtlich anfangs Mai 2016 schriftlich über die neue Klassenzuteilung informieren.

Wer wird die neue Schulanlage leiten?
Für die neue Schulanlage wird Stefan Beck der Schulleiter vor Ort sein. Deshalb wird er ab sofort auch an Bausitzungen teilnehmen und sich mit Fragen rund um den Bau und mit dem Bezug des Schulhauses ausei-nandersetzen. Es freut sich sehr auf das neue Schulhaus und auf die neuen spannenden Herausforderungen.

Neben der Primarschule werden auch andere schulische Einrichtungen neu im Gartenhof zu Hause sein.
Das ist so. Neben den Tagesstrukturen ist dies die Schulsozialarbeit; neu wird es ein Schulsozialarbeiterbüro geben. Somit wird die Schulsozialarbeit niederschwelliger und einfacher erreichbar sein. Ebenfalls zu erwähnen sind zwei Hauswarte, die für Unterhalt, Ordnung und Sauberkeit sorgen werden.

Herr Gindrat, was werden Sie am 10. September 2016, dem Tag der Einweihung machen?
Das Fest und die offizielle Eröffnung geniessen und mit Menschen in Kontakt treten. Und vor allem denjenigen einen Dank aussprechen, die an diesem Grossprojekt mitgearbeitet oder es unterstützt haben.

Roland Gindrat
Der 53-jährige Roland Gindrat hat zwei erwachsene Töchter und wohnt zusammen mit seiner Frau in Bottmingen. Nach einer Ausbildung als Bauzeichner stellte er sich als Primar- und Sekundarlehrer sowie als Schulleiter vollumfänglich in den Dienst der Schule. In seinem Bildungsrucksack befinden sich weiter ein Certificate of Advanced Studies (CAS) in Personalmanagement und ein Masterstudiengang „Wirksamer Umgang mit Heterogenität“.


Einweihungsfest mit attraktivem Rahmenprogramm
Die neue Schule Gartenhof wird am 10. September 2016 mit einem gebührenden Fest rechtzeitig zum Start des Schuljahres 2016/2017 ihren Nutzern übergeben. Der Samstag wird um 10 Uhr mit einem offiziellen Teil beginnen. Anschliessend stehen Schulhaus, Dreifachturnhalle und Aula allen Interessierten bis um 17 Uhr zur Besichtigung offen. Mit Erlebnisposten und Mini-Führungen werden die einzelnen Bereiche dem Publikum näher vorgestellt. Ein interessantes Unterhaltungsprogramm mit Musik und Spielen – Big Soccer (lebensgrosser „Töggeli-Kasten“), schnellster Loop-Sprinter, Harassen-Turm, Torwand-Schiessen, Hüpfburg, Kletterwand usw. – runden das Programm ab. Diese Attraktivitäten werden ergänzt mit kleineren Aktivitäten wie Märchenerzählerin oder Marionettentheater. Damit die Besucher auch kulinarisch auf ihre Kosten kommen, sind im Aussenbereich und innerhalb des Schulhauses und in der Aula diverse Verpflegungsmöglichkeiten angeboten.                                                      

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