Allschwil bietet sehr hohe Lebens- und Wohnqualität

23.06.2014

Während rund anderthalb Jahren hat sich die Gemeinde Allschwil intensiv mit ihren Grünanlagen, Freiräumen und Spielplätzen auseinandergesetzt. Das Resultat dieser Arbeiten ist ein über 200 Seiten star-kes, im Kanton Baselland führendes Freiraumkonzept. Die Haupterkenntnis: Allschwil weist im Sied-lungsgebiet mit ca. 24 m2 pro Einwohner gesamtschweizerisch eine gute Freiflächenziffer auf, beim bestehenden Spielplatzangebot hingegen besteht noch Verbesserungspotential.

Bericht Freiraumkonzept 2013 (Achtung 116 MB)

„Freiräume – essentiell für Erholung, Bewegung und die soziale Interaktion – sind zentrale Orte des öffentlichen Lebens, prägen die Identität und fördern die Verbundenheit der Bevölkerung mit der Gemeinde“! Dieser Grundsatz unterstreicht die Bedeutung des Freiraumkonzeptes der Gemeinde Allschwil, das die einwohnerstärkste Gemeinde des Kantons Baselland zusammen mit den externen Planern pg landschaften und Stierli + Ruggli Ingenieure + Raumplaner AG während rund anderthalb Jahren erarbeitet hat. Mit dem "Freiraumkonzept Allschwil 2013" liegt nun ein umfassender und richtungsweisender Bericht vor, welcher die Stärken und Schwächen sowie die nachhaltige Entwicklung innerhalb der Gemeinde Allschwil bezüglich Freiräumen und Spielplätzen aufzeigt. Gemäss Christoph Morat, dem verantwortlichen Gemeinderat Hochbau-Raumplanung der Gemeinde, kann Allschwil mit diesem hervorragenden Freiraumkonzept auch in Zukunft eine sehr hohe Lebens- und Wohnqualität gewährleisten.

Hohe Freiflächenziffer…
Das Freiraumkonzept Allschwil 2013 analysiert in erster Linie die öffentlichen Freiräume – 44 an der Zahl – und die zehn öffentlichen und 55 zugänglichen, halbprivaten Spielplätze. Ein wesentlicher Bestandteil für eine ge-samtheitliche Betrachtung bilden auch die privaten Frei- und Spielräume. Generell zeigt die Analyse, dass All-schwil im Siedlungsgebiet mit ca. 24 m2 pro Einwohner im gesamtschweizerischen Vergleich eine gute Freiflächenziffer aufweist. Würde der Freiraum in der Landschaftszone dazugerechnet, erhöht sich die Fläche pro Person zusätzlich sogar um das Zehnfa¬che.

… ausreichendes Spielflächenangebot
Allerdings ist die Freiflächenziffer innerhalb der fünf funktionalen Gebiete zusammengefassten gebieten sehr unterschiedlich verteilt; insbesondere steht der Bevölkerung im Gebiet Neuallschwil Süd mit nur 8 Quadratmetern pro Einwohner wenig Freiraum zur Verfügung. Das bestehende Spielplatzangebot auf dem ganzen Gemeindegebiet wird als ausreichend beurteilt. Der Bericht hält fest, das derzeitige Spielflächenangebot der Gemeinde Allschwil für die bestehende Anzahl Kinder als nicht gut bezeichnet werden kann. Allerdings lässt sich dieses Angebot durch Vernet¬zung existierender Spielangebote noch stark verbessern.

Öffentlicher Freiraum wichtig für Stadtentwicklung
Mit dem "Freiraumkonzept Allschwil 2013" sowie den definierten Leitsätzen steht dem Einwohnerrat, dem Ge-meinderat, der Verwaltung und allen Interessierten ein wichtiges und zielführendes Dokument für die Freiraum- und Spielplatzentwicklung für die kommenden Jahre zur Verfügung. Dieses Konzept ist keine starre, sondern eine rollende Planung, welche an die jeweiligen Situationen angepasst werden muss. Das nun vorliegende Freiraumkonzept beschreibt beispielhaft, wie Behörden, Private und Planungsfachleute den öffentlichen Freiraum in Allschwil als wesentlichen Bestandteil der Stadtentwicklung behandeln sollen.

Zeithorizont bis 2030 für zukünftige Massnahmen
Die Umsetzung der mannigfaltigen Massnahmen ist eng mit der zukünftigen Siedlungs- und Bevölkerungsent-wicklung verbunden. Ein wesentlicher Bestandteil für eine gesamtheitliche Betrachtung bilden dabei die privaten Frei- und Spielräume insbesondere wo heute, gemäss Freiraumkonzept 2013, sogenannte Defizitgebiete bestehen. Hier kann die Gemeinde mit Richtlinien und Vorgaben, insbesondere bei Quartierplanungen oder Ausnahmeüberbauungen nach einheitlichem Plan in einen Dialog mit den Investoren, Bauwilligen etc. treten und Einfluss nehmen. Die Gemeinde ihrerseits setzt diese Richtlinien und Vorgaben – immer unter Berücksichtigung der finanziellen Situation – bei den gemeindeeigenen Anlagen um. Weitere Massnahmen sind u.a. ein periodisches Monitoring, welches Entwicklungsrichtungen aufnehmen und wo nötig korrigierend Einfluss nehmen kann und eine breite Kommunikation. Ein Zeithorizont für die Massnahmenumsetzung bis 2030 scheint realistisch; vieles wird dabei von der weiteren Dynamik der Siedlungs- und der Bevölkerungsentwicklung abhängen.

Schulhaus Baslerstrasse

Vorplatz

Bildlegende:
Der Kinderspielplatz beim Schulhaus Baslerstrasse und der Vorplatz vi-à-vis „Milchhüsli“ sind nur zwei von vielen Freiräumen in Allschwil.

Kurzinterview mit Christoph Morat, dem verantwortlichen Gemeinderat Hochbau-Raumplanung der Gemeinde Allschwil:

Christoph Morat, Sie haben sich seitens der Gemeinde Allschwil intensiv mit diesem Freiraumkonzept auseinandergesetzt: Was ist für Sie die wichtigste Erkenntnis dieser umfassenden Arbeit?
Christoph Morat: In Allschwil gibt es genügend Freiräume, meist auch in guter Qualität. Dazu kommt noch, dass wir ausserhalb des Siedlungsraumes, quasi vor der Tür, eine schöne Landschaft und einen geschützten Wald besitzen. Das nenne ich Lebensqualität.

Was zeichnet dieses Konzept speziell aus und was bringt es der Gemeinde konkret?
Die Komplexität der Materie wurde von den Planern erkannt und bravourös in ein umfassendes Konzept einge-bettet. Die Gemeinde wird sich damit das Bewusstsein schärfen, wie wir in Zeiten der Bauverdichtung mit unseren immer wertvolleren Freiräumen umgehen wollen und sollen.

200 Seiten Arbeit für diese Erkenntnis?
Eine differenzierte Betrachtung braucht Platz, um auch den Beweis einer Relevanz zu erbringen.

Etwas schwammig kommen die Massnahmen daher: Wie kann Allschwil alleine mit stetem Dialog mit Investoren, regelmässigen Monitoring und breiter Kommunikation dem Anspruch, seinen Einwohnern auch künftig eine hohe Lebens- und Wohnqualität bieten zu können, gerecht werden?
Die Flughöhe liegt ja nicht einzig bei der Beschaffung von Spielgeräten – sie liegt viel höher. Und wenn im Konzept gemeinde-, quartier- und parzellenweit beschrieben wird, welche Freiraumwerte fehlen, dann ergeben sich die Massnahmen in der Abfolge der Planung fast von alleine.

Wo würden Sie sich als Neuzuzügler mit Drang zu grossem Freiraum und spielplatzliebenden Kleinkin-dern niederlassen?
Das spielt keine grosse Rolle, wie das Konzept aufgezeigt hat. In Allschwil gibt es keine langen Wege, um an einen Spielplatz zu gelangen. Und auch der Drang nach Freiraum kann in ganz Allschwil wenigen Minuten befriedigt werden. Ob Dürrenmattspielplatz, Plumpi – also fast im Wald – oder Jugendfreizeithaus. Alles ist zu Fuss, mit dem Velo oder dem öffentlichen Verkehr in bequemen Distanzen erreichbar; zudem sind auch die aktuell im Bau stehenden Wohnquartiere wie etwa Langmatten oder Ziegelei ebenfalls gut erschlossen.

Kontakt:
Christoph Morat
Gemeinderat Hochbau-Raumplanung
Telefon: +41 61 482 03 07
Mobile : + 41 78 768 03 45
E-Mail: cmrtblwnch

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