Deutliches Ja zur Umfahrung Allschwil

08.03.2015

Die Baselbieter Stimmberechtigten haben mit 61,87 Prozent Ja-Stimmen die Initiative zur Umfahrung Allschwil gutgeheissen.

Die von Allschwiler Politikern aus FDP, CVP, SVP und SP lancierte Initiative wurde mit 38'821 zu 23'928 Stimmen angenommen. In Allschwil selbst sagten 75,44 Prozent Ja. Nur Schönenbuch hat die Initiative noch deutlicher angenommen (76.81 % Ja-Stimmen). Von den insgesamt 86 Baselbieter Gemeinden haben 11 die Initiative - mehrheitlich extrem knapp - abgelehnt. In Eptingen gab es sogar ein "Unentschieden" - je 55 Stimmberechtigte legten ein Ja resp. Nein in die Urne. Dieses Ergebnis wird als "abgelehnt" gewertet.

Mit der Annahme der Initiative wird ein neuer Paragraph ins Strassengesetz aufgenommen, der den Kanton anhält, die Umfahrung von Allschwil "mit besonderer Dringlichkeit" zu planen und zu bauen.

Die Umfahrung Allschwil könnte aus einem "Zubringer Allschwil" von der Basler Nordtangente (A3) ins nördliche Gewerbegebiet von Allschwil und einem Tunnel an den Südrand der Gemeinde bestehen. Die Regierung schätzt die Kosten auf etwa 430 Millionen Franken. Die Finanzierung ist indes noch unklar.

Regierung und Bürgerliche sprachen sich für die Initiative, da die Umfahrung der Gemeinde die dringende Entlastung vom Pendlerverkehr bringe. Dagegen waren SP und Grüne, die mehr ÖV wollten und befürchten, dass die Strasse der erste Schritt zur umstrittenen Basler Südumfahrung sein könnte.

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